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Projektfreizeit Ostern
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Der Herr der Bücher

Ein Buch, dass niemals in die falschen Hände geraten darf und von vielen gesucht wird.
Ein spannendes Spiel um Gut und Böse.

Ostermontag, 09. 4. 2012 bis Samstag, 14. 4. 2012

Wir versetzen und in eine Zeit der Fantasie, irgendwo zwischen den Welten. In einem Dorf taucht ein Buch auf und mit ihm einige Fremde, die das Buch unbedingt haben wollen. Ein spannendes Spiel erwartet dich, in dem Du in der Rolle eines der Dorfbewohner versuchst, das Buch in sicheren Händen zu halten. Dieses Spiel führt uns zu manch Geländespiel, Nachtwanderung, Turniere und vielem mehr.Und wenn alles gut geht, gewinnt das Gute....

 

 

 

diese Freizeit ist bereits gewesen.

Teilnehmerbeitrag: 152,-- € (145,-- € für Mitglieder)
Alter: 7 - 13 Jahre
Ort: Jugendherberge Herrenwies
Leitung: Frithjof Grabe und Team

Die Anfahrt erfolgt mit Bus und Bahn. Das Gepäck wird in einem Begleitfahrzeug transportiert.

 
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das war: die Osterfreizeit 2010

Die Fahrt nach Herrenwies war eine Fahrt in vergangene Zeiten. Genauer in das Jahr 1550


Die Geschichte einer Freizeit

Projektfreizeit „Der König“ April 2010 in der Jugendherberge Herrenwies

 

Wir schreiben das Jahr 1550 n. Chr.

Das Königreich „Klein Herrenwies“ liegt unter Schutt und Asche. Der Krieg gegen die vier Nachbarländer ging für das kleine Land im schönen Schwarzwald unter König Leo I verloren.

Nun versammeln sich die Diplomaten der vier Nachbarländer im Schloss zu Klein Herrenwies, um dort über die Aufteilung des Landes zu verhandeln.


Fürst Metternich von Riffifi aus Großbonzbachlandreich, Herzogin von Tiefenhoch aus Odelreich-Wollgarn, Ritter Kunibert aus Fressenien und Baron von Tölgöwöff aus Pennland streiten vor den versammelten Adelsfamilien erbittert um das Land, ohne jedoch eine Einigung erzielen zu können.

Schließlich beschliessen Sie, um das Land zu spielen. Jeder der Diplomaten darf einen Wettkampf vorschlagen, die vier Diplomaten stellen sich Mannschaften zusammen, die für sie streiten sollen und diese bestreitten den Wettkampf.
So schlägt Ritter Kunibert aus Fressenien beispielsweise das Abhalten eines Schokokopfesswettbewerbs vor. Doch nach den vier Wettbewerben ist immer noch keine Entscheidung gefallen: Jeder hat einmal gewonnen.

Nun nutzt Bischof Knuthilf V. von Klein Herrenwies die entstehende Verwirrung und schlägt vor, dem Köngishaus von Klein Herrenwies die Chance zu geben, das Land unter den strengen Blicken der Diplomaten selbst wieder aufzubauen.

 
So wird vereinbart, dass dem Königshaus von Klein Herrenwies 36 Jahre Zeit gegeben werden, um das Land wieder aufzubauen und die Schatzkiste des Königs wieder mit mindestens 2 Millionen Rapftalern zu füllen. Wenn sie das schaffen sollten, so wird dem Land die Freiheit geschenkt, wenn nicht, wird das Land in vier gleiche Teile aufgeteilt und den Nachbarländern zugeschlagen.

Nun beginnt ein emsiges Treiben im Königshaus. König Leo I versammelt den Finanzminister, den Außenminister und den Innenminister und deren neun Berater um sich, Steuern werden erhoben, Bauprojekte beschlossen, Lebensmittel importiert.


1553 n. Chr.

Nach drei Jahren Regierung unter Leo I. hat sich das Land etwas stabilisiert. Der Hunger ist in den vier Dörfern des Landes weniger geworden. Die Zufriedenheit des Volkes ist dennoch sehr niedrig.

König Leo möchte König bleiben und wird von der Königsfamilie als König bestätigt.


Sagenhaftes Verhandlungsgeschick von Seiten der Außenministerin: Fressenien liefert Lebensmittel im Wert von 250000 Rapftalern, die in 3 Millionen Jahren zurückzuzahlen sind....

Ein Festgottesdienst wird in einer aufwendigen Zeremonie gefeiert, was die Stimmung im Herrscherhaus und im Volk spürbar anhebt.

1556 n. Chr.

Leo I wird gestürzt. Die Mehrheit der vier Adelsfamilien aus Klein Herrenwies wünscht einen neuen König. Die Ära von König Salif I. beginnt.
König Salif I. glänzt vor allem durch seine blöden Sprüche und sein kokettes Auftreten.
Die Regierungsverantwortung übernehmen nun die Minister, die ebenfalls alle neu bestimmt werden. Der Proporz zwischen den Herrscherfamilien muss ja gewahrt bleiben.

König Salif veranlasst die Suche nach dem alten Staatsschatz, der im Krieg verloren gegangen war. Die vier Adelsfamilien machen sich auf die Suche nach Hinweisen. Nach langen Mühe findet man den Schatz schließlich mitten im Wald, hoch in einen Baum gehängt. Dies ist ein warmer Regen für die Staatskasse.


1559 n. Chr.

Die Minister und deren Berater verhandeln äußerst geschickt mit den Nachbarländern. Günstige Kredite und einige Bauaufträge lassen es im Lande aufwärts gehen. Die Zufriedenheit im Land wächst.

Die Adelsfamilien legen wieder mehr wert auf ihre äußere Erscheinung und ihren Stand. Sie gestalten sich neue Familienwappen und prägen diese in Ton.

Unruhe entsteht auf dem diplomatischen Parkett. Fürst Metternich von Riffifi und Ritter Kunibert forden ab sofort einen der 4 Tafelritter für sich, der ausschließlich für sie da ist und sie bedient. Für ein Frühstück wird ihnen dies von König Salif den I gewährt.

 

1562 n. Chr.

Witze, Sprüche und cooler Gang passen mehr zu Hofnarr als zum König. König Salif I hat genug vom Regieren und das Herrscherhaus hat genug von ihm. Er verliert mit seinem Einverständnis die Krone und wird ... Hofnarr, was er allerdings auch nicht besser kann als König.

Adrian wird neuer König.

König Adrian I. ist ein Monarch, wie er im Buche steht. Er kümmert sich um alles, es wird keine Entscheidung ohne ihn gefällt und er hat den Durchblick, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um das Volk zufriedener zu machen.

Minister und Berater werden in dieser Zeit jedoch zu völlig nutzlosen Statisten.

Er führt eine Krankenversicherung ein, baut ein kostenloses Gesundheitssystem auf, investiert in neue Straßen und eine funktionierende Polizei um die Sicherheit im Land zu erhöhen. Gleichzeitig führt er eine Einkommenssteuer ein.

Der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nationen kündigt an, das nächste Großritterturnier im Lande zu veranstalten.

König Adrian I lässt ein Stadion bauen.


Turbulentes geschieht im diplomatischen Bereich: Der private Tafelritter für die Herren von Riffifi und Kunibert wird von allen Mitgliedern des Herrscherhauses sowie von Bischof Knuthilf als unerträglich empfunden. König Adrian wendet daraufhin eine List an: Es wird zwar auch in Zukunft vier Tafelritter geben. Diese Ämter bleiben aber unbesetzt. Neu sind die Ämter der vier „Gourmetboten“, die besetzt werden.

Daraufhin erklären Großbonzbachlandreich und Fressenien Klein-Herrenwies den Krieg. König Adrian I beweist auch hier Standhaftigkeit: Er weist Fürst Metternich von Riffifi und Ritter Kunibert aus dem Land aus und lässt sie von seinen Leuten unsanft aus dem Hause transportieren. Ritter Kunibert zieht seine Kriegerklärung daraufhin zurück.

Fürst Metternich bleibt zunächst stur. Er bekommt am Mittwoch Nachmittag kein Mittagessen.


1565 n. Chr.

Das Land blüht auf. Das Regierungsgeschick von Adrian I. lässt den Wohlstand im Land wachsen. Die Mitglieder der Adelsfamilien dürfen hoffen ihr Ziel zu erreichen.

Es folgt das Ritterturnier des Kaisers.

Die vier Adelsfamilien kämpfen in den Disziplinen Löffelfechten, Bogenschießen mit selbst gebastelten Bögen, Lanzenstechen und Bierdeckelschlacht.

Die grüne Familie gewann dieses Turnier knapp aber verdient vor der roten Familie.


Tragisches ereignet sich jedoch während dieses Turniers rund um König Adrian. Es ist historisch nicht mehr belegbar, welches Ereignis dazu führt, dass König Adrian I. seine Lust zu regieren einbüßt. Traurig und schweigsam nimmt er am Turnier nur widerwillig teil. Anschließend teilt er Bischof Knuthilf dem V. mit, dass er nicht mehr als König zur Verfügung steht. Er erfüllt noch seine unabdingbaren Pflichten. In der folgenden Regierungsversammlung trit er zurück.

Historiker vermuten eine Intrige gegen König Adrian I, dessen Alleinregierung wohl einigen Adeligen, die ein Mitspracherecht wollten, nicht passte.

  

1568 n. Chr.

König Adrian I. ist nach sechs Jahren nicht mehr König.

Sein Nachfolger heißt Ruben I. Dieser macht sich mit nicht weniger Eifer, aber doch geringerem Verhandlungsgeschick und Durchblick an die Sache. Die neu gewählten Minister kommen wieder zur Geltung, die Regierung wird demokratischer.

König Ruben muss sich zunächst mit mysteriösen Dingen befassen. Der alte König Ludwig soll als Geist im Lande sein Unwesen treiben.

Die Adeligen ziehen im Dunklen mit Öllampen und Kerzen los, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es raschelt und knistert im Wald, zwei Mal werden im dunklen Wald herumschleichende Gestalten aufgestöbert, die sich als Baron von Tölgöwöff und Ritter Kunibert herausstellen. Doch die dritte Gestalt, die aufgestöbert wird, ist tatsächlich der Geist des Königs, der daraufhin für immer verschwindet.


1571 n. Chr.

König Ruben wird im Amt bestätigt, die Regierung wechselt nicht. Das hat Tränen und Unzufriedenheit bei einigen Adeligen zur Folge.

Das Land entwickelt sich in Ruhe. Das Wissen der Handwerker und Erfinder führt zu einer großen Anzahl von Bauaufträgen im Ausland.

König Ruben regiert uninspiriert. Er sorgt jedoch für beste Beziehungen zum Bischof Knuthilf, was sich für das Land noch als Segen erweisen wird.

1574 n. Chr.

Schock in der Regierungsversammlung: König Ruben wird von den Adelsfamilien abgesetzt. Dieser Schritt kommt überraschend, zumal Ruben I selbst König bleiben will.

In einer spannenden Wahl (bei keiner anderen Wahl gibt es mehr Bewerber für den Königsthron) wird Ruben schließlich wieder gewählt. Zunächst wundert man sich darüber. Später wird aber klar, dass es bei der Abwahl vor allem darum ging, die Ministerposten neu zu besetzen, denn einige Adelige ohne Amt wollten unbedingt wieder Minister werden.

Diese Wahl sollte auch die letzte Wahl in Klein-Herrenwies sein.


Das Land wird von einer furchtbaren Rattenplage heimgesucht. Die Adeligen ziehen in die Wälder und machten sich in einem wilden Geländespiel auf Rattenjagd.
Über 60 Ratten können Sie erlegen, doch mehr als 40 bleiben in den Wäldern.


Die Ratten zerstören die Ernte, eine Hungersnot bricht herein. Und die Regierung von Ruben II reagiert ... nicht. Die Folgen für das Land sind unabsehbar. Das Volk hungert, die Produktivität der Menschen sinkt massiv, ebenso ihre Zufriedenheit. Die Steuereinnahmen brechen weg. Eine massive Auswanderungswelle setzt ein. Am Schlimmsten trifft es das Bergbauerdorf. Dort verlässt die gesamte Bevölkerung das Land.

König Ruben II setzt alles Geld, das ihm zur Verfügung steht für Legensmittelnotkäufe ein.

Alles scheint verloren.


1577n. Chr.

Nun machen sich die guten Kontakte zu Bischof Knuthilf für König Ruben bezahlt.

Bischof Knuthilf bietet eine letzte Rettungschance: Aus dem Kirchschatz stellt er 4 Millionen Rapftaler zur Verfügung. Der Preis dafür ist die Macht: von nun an darf Bischof Knuthilf bestimmen wer welches Amt in der Regierung inne hat. Nur widerwillig stimmen die Adeligen zu. Ruben bleibt König. Umbesetzt werden einige Ministerposten.

 

 

1580 n. Chr.

Das Land ist gerettet. König Ruben II wirbt aus Pennland über 1000 Gastarbeiter an und setzt eine Umzugsprämie für alle fest, die das Bergbauerndorf wieder besiedeln.

Herzogin von Tiefenhoch bestellt für ihr Land den Bau von Wassermühlen. Für die Erfindung des besten Wasserrades wird ein Preis ausgesetzt. Sofort machen sich die Adelsfamilien ans Werk und bauen die unterschiedlichsten Wasserräder. Diese Erfindungen werden ein Exportschlager.


1583 n. Chr.

Wieder ein Turnier im Land: Die Fußball-Adels-Meisterschaft. Das Endspiel wurde in der 4. Verlängerung von der Gelben Familie für sich entschieden.

Die Regierungsgeschäfte laufen unaufgeregt. Viele Exportaufträge sicher hohe Steuereinnahmen.


1586 n. Chr.

Die 36 Jahre sind vorüber. Das Land ist wieder aufgebaut, die Bevölkerung zufrieden und gut genährt. Doch in der Staatskasse befinden sich nur 1,8 Millionen Rapftaler. 200000 Rapftaler zu wenig.

Die Diplomaten der Nachbarländer reiben sich die Hände. Sie beginnen das Land untereinander aufzuteilen. König Ruben II und seine Regierung sind verzweifelt. Wiederum eröffnet Bischof Knuthilf eine Rettungschance: Er setzt König Ruben II ab und krönt sich selbst zum König. Daraufhin verlangt er von den Nachbarländern, auf die Aufteilung des Landes zu verzichten. Da niemand sich mit der Kirche und damit mit dem Kaiser anlegen möchte, willigen sie zögernd ein. Damit hat Bischof Knuthilf das Land gerettet. Er fordert dafür jedoch die Hälfte des Staatsschatzes.


Da Bischof Knuthilf selbst nicht König bleiben möchte, lässt er um den Thron spielen: Dem Sieger eines Riesen-Carcasonne-Spiels gebührt der Thron. Es spielen die vier Adelsfamilien, Fürst Metternich von Riffifi, Ritter Kunibert und Baron von Tölgöwöff gegeneinander. Fast wird Fürst Metternich von Riffifi König, der sich als genialer Stratege erweist, doch zuletzt kann sich die rote Familie mit ein bißchen Glück durchsetzen. Ruben wird zum dritten Mal König als König Ruben III.....




 

Die Besetzung der Rollen:


Die Adelsfamilien:

Blau: Leo, Lena, Salif, Florin, John, Juliano

Rot: Eva, Ruben, Chrissi, Paulina, Moritz

Gelb: Lisa, Leon, Julen, Hannelie, Adrian, Kerstin

Grün: Jonas, Miles, Finja, Gaetano, Aljoscha, Tabea


Fürst Metternich von Riffifi, Diplomat von Großbonzbachlandreich: David Kopf

Baron von Tölgöwöff, Diplomat von Pennland: Robin Heck

Ritter Kunibert, Diplomat von Fressenien: Simon Ziervogel

Herzogin von Tiefenhoch, Diplomatin von Odelreich-Wollgarn: Julia Mayer

Bischof Knuthilf V: Frithjof Grabe

 


Das Volk: simuliert am Computer